vendredi 14 juillet 2017

Fragen zum Lüftungskonzept/ Auslegung der KWL für ein unterkellertes EFH

Hallo liebes Forum,

meine Frau und ich befinden uns gerade in der Werkplanung und Vorbereitung der Ausschreibungen für den Neubau unseres unterkellerten EFHs. Wir bauen mit Architekt. Aktuelles Thema ist die zentrale KWL, die uns etwas Kopfzerbrechen bereitet.

Das BV wird gemäß EnEV 2016 gedämmt, der Keller wird als Weiße Wanne ausgeführt und in 12cm Dämmung eingepackt. Er hat neben dem Technikraum, in dem auch die KWL ihren Platz finden wird, einen Lagerraum und einen "Waschkeller", in dem WM und WT stehen werden, aber keine Wäsche zum Trocknen aufgehängt wird. Der einzige Raum mit Fenster (mit Lichthof) ist das "Fitness/Gästezimmer". Fitness bedeutet hier, dass man mal mit dem Rennrad auf der Rolle strampelt oder etwas was für die Rumpfstabi tut - literweise Schweiß ist also dauerhaft nicht zu erwarten. Ansonsten sollen hier Gäste zur Übernachtung untergebracht werden können. Die Grundrisse findet ihr bei der Lüftungsplanung weiter unten.

Wir wünschen uns eine zentrale KWL mit WRG und FRG, die auch den Keller versorgt. Momentan tendieren wir in Richtung Rotations-WT, da wir hier keinen Kondensatanschluss benötigen, weniger Probleme mit Vereisung erwarten und die FRG kontrollierbar wäre. Die Problematik der Übertragung zwischen Zu- und Abluft erachten wir als wenig relevant für uns.

  • 1. Die erste Frage wäre nun, ob ein Sole-EWT zur Temperierung der Zuluft notwendig oder sinnvoll ist bzw. ob die Temperierung der Zuluft überhaupt spürbar ist?


Gegen den Rotations-WT spricht der erhöhte Energiebedarf und Verschleiß durch den sich permanent drehenden Rotor. Der Gegenstrom-WT mit Enthalpie-FRG hätte also den Vorzug nicht beweglicher Teile und eine getrennte Zu-/Abluft-Führung. Allerdings las ich in einem Forum mal, dass die Enthalpie-Funktion in einem Neubau aufgrund der hohen Baufeucht mit Vorsicht zu genießen sei. Zudem benötigt man einen Kondensatablauf und vermutlich einen Vereisungsschutz.

  • 2. Was also tun?
    3. Ist an der Enthalpie + Neubau Geschichte was dran?
    4. Mein Eindruck ist, das weitaus mehr Gegenströmer angeboten werden als Rotations-WT. Warum eigentlich?


Nachdem unsere Architekten in vergangenen Projekten gute Erfahrung mit der Fa. SystemAir gemacht hat, empfahl er uns dort eine Planung und ein Angebot machen zu lassen. Das ist auch soweit in Ordnung, die Ansprechpartner wirken kompetent, soweit ich das beurteilen darf. Auch zeigte sich SystemAir vergleichsweise schnell bei der Auslegung, d.h. nach weniger als einer Woche hatte wir die unten stehende Planung vorliegen. Zudem kam auch ein Außendienstler sofort vorbei, um auf Fragen antworten zu können. Auf die zeitgleich angefragten Hoval, Helios und Zehnder warten wir noch heute auf vollständige Unterlagen - Zehnder scheint es hierbei gar nicht eilig zu haben. Hoval hätte mir sonst auch (Bauchgefühl) zugesagt...

Die Auslegung von SystemAir sieht wie folgt aus. Die Geräte-Empfehlung ist die SAVE VTR 300/B mit einem max. Volumenstrom von 360m^3/h, d.h. bei Nennlüftung liefe die Anlage auf 70%, die Infiltrationslüftung liegt bei 30^3m/h:

Auslegung.jpgKG.jpgEG.jpgOG.jpg

Falls die Auslegung nicht lesbar sein sollte, findet sie sich hier nochmal größer. Gleiches gilt für das KG, EG und OG.

Meine konkreten Fragen sind nun:

  • 5. Ist die Auslegung / Planung in euren Augen plausibel oder fällt irgendwas ins Auge, was nicht stimmig klingt?
    6. Passen die Luftvolumenströme?
    7. Bietet die Geräte-Auslegung ausreichend Reserve für eine (geräuscharme) Intensivlüftung?


Meine größte Sorge, die mich umtreibt, ist die zu erwartende Geräuschentwicklung bzw. dass man die Anlage in Normalbetrieb hören könnte.
Vom Querlesen in einige Foren ist mir in Erinnerung geblieben, dass kleine Kanaldurchmesser aufgrund höherer Druckverluste und Strömungsgeschwindigkeiten zu höherem Energieaufwand und Geräuschen führen. Darüber hinaus wurde auf TZWL die Empfehlung ausgesprochen (Zuluft)ventile nach Möglichkeit mit nicht mehr als 20m^3/h auszulegen, um Geräuschentwicklung zu vermeiden. Nimmt man dann einfach mehr Ventile, d.h. bei 50m^3/h insgesamt 3 Ventile im Raum?! Weiterhin liest man häufiger, dass dringend empfohlen wird, die Abluftventile mit Filtern auszustatten, um die Kanäle sauber zu halten.

Schau ich jetzt auf die Auslegung, fragte ich mich,
  • 8. ob die DN63 als Kanalnetz nicht zu gering gewählt sind und somit mit Geräuschen zu rechnen ist?
    9. ob die Ventile im Wohnzimmer und Esszimmer mit 40m^3/h Förderung pro Ventil nicht zu viel und damit hörbar sind?
    10. ob Filter vor den Abluftkanälen nicht zu Druckverlusten führen, die in der Planung berücksichtigt werden sollten? Oder ist die Auslegung so ausreichend und die Volumenströme werden dann über die Ventile hinsichtlich der Filter angepasst?
    11. ob Filter vor den Abluftkanälen notwendig sind?
    12. ob die Anordnung der Ventile (alles Deckenventile) so ok ist oder ob irgendwo Handlungsbedarf besteht?


Und abschließend, habt ihr Erfahrungen mit SystemAir bzw. alternative Geräte-Empfehlungen?

Würde mich freuen von euch eine Einschätzung zu bekommen, vielen Dank dafür im Voraus und sorry wegen des langen Texts, ich hoffe es sind alle wichtigen Infos enthalten!

Stephan
Angehängte Grafiken


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