mardi 19 janvier 2016

Vorgangsweise für genaue Kostenschätzung

Hallo,

ich wollte euch mal fragen, wie eure Empfehlung ist, um eine möglichst gute Kostenschätzung zu erhalten?

Aktuell wird der 1. Vorentwurf unseres Hausplanes durch den Architekten überarbeitet, da wir noch einige Rückmeldungen eingebracht haben, diese gemeinsam besprochen und sich nun ein paar Dingen ändern z.B. wandert 1 Raum vom EG ins OG, damit das Haus als gesammtes etwas "kompakter" wird.

Worum es mir aber eigentlich geht: Nach diesem weiteren Vorentwurf wäre es unserer Meinung nach sinnvoll, eine genauere Kostenschätzung des geplanten Hauses durchzuführen. Vom Architekten haben wir den Hinweis, dass wir mit ca. 2000€/m² Wohnfläche rechnen sollen, für den Keller weniger.
Freunde welche schon gebaut haben meinen: ein paar m² mehr fallen nicht soooo ins Gewicht, weil z.B. wenn das Wohnzimmer 5m² größer ist man ja trotzdem die selbe "Einrichtung" hat. (ausgehend davon, dass man unabhängig von der Größe die selbe Einrichtung verwendet).
Klar, mehr m² bedeuten größere Fundamentplatte, mehr Mauerziegel, mehr Bodenbelag, mehr Leitungen für Fußbodenheizung, mehr Dachfläche...bedeuten aber nicht automatisch: mehr Lichtschalter, mehr Stecker, größeres Sofa, mehr Kästen und Schränke, generell "mehr Einrichtung" ...

Nach einigen Recherchen im Netz und auch hier im Forum und in Büchern, wird der m² Preis schwankend von 1200€ bis 2000€ angesetzt.
Dass diese Schätzung sehr grob ist erscheint uns logisch, weil diese einfach von extrem vielen Faktoren abhängig ist (welche Ziegel, welcher Boden, welche Fenster, welche Einrichtung, ...)

Meine Frage daher: Wie kann man die Kosten möglichst gut abschätzen?
Eigentlich sollte man basierend auf dem Architektenentwurf einen Ausführungsplan erarbeiten (lassen), wo dann schon festgelegt ist, welche Ziegel, welche Heizung, welcher Bodenbelag, welche Fenster usw. verwendet werden sollten, oder?
Dann noch einen Puffer von z.B. 10% dazu, weil ja immer noch etwas dazukommt.

Einen solchen Ausführungsplan zu erstellen ist natürlich sehr aufwändig.
Noch dazu: wenn sich der Entwurf danach noch ändert, muss ja auch der Ausführungsplan wieder angepasst werden.

Aus unserer Sicht ist es aber die einzige Möglichkeit um festzustellen, ob wir mit dem Entwurf im geplanten Budget sind.
Bringt ja nichts wenn wir den für uns "perfekten" Plan ausarbeiten, dann jedoch merken dass wir uns das Haus so nicht leisten können.
Andrerseits wäre es "schade", wenn wir auf Sachen verzichten (z.B. Keller) und danch festgestellen: Das hätten wir uns noch leisten können - ja, das wäre natürlich ein "Luxusproblem" ;)

Wie seit ihr hier vorgegangen um ausgehend von einem Entwurf festzustellen, ob ihr euch das geplante Haus überhaupt leisten könnt?
Einfach mit der Schätzung Kosten/m²?
Wenn ja, von welchem m² Preis seit ihr ausgegangen?
Mit dem Vorentwurf schon mal zum Baumeister gehen und sich etwas anbieten lassen?
...finde ich nicht so gut, ich möchte eher mit dem Ausführungsplan zum Baumeister gehen bzw. zu mehreren um vergleichbare Angebote zu erhalten.
Dazu müsste aber natürlich dieser Ausführungsplan mal erstellt werden.


Vorgangsweise für genaue Kostenschätzung

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