mardi 9 septembre 2014

EURIBOR-Darlehen als Zwischenfinanzierung sinnvoll

Hallo zusammen,



wir haben ein Haus mit Baujahr 1956 gekauft, welches wir umfangreich sanieren werden.



Den Kaufpreis für das Haus müssen wir bis Mitte Oktober, also sehr bald, bezahlen. Bis dahin werden wir uns allerdings noch nicht einmal final für einen Architekten, der die Sanierung gemeinsam mit uns durchführt entschieden haben. Insofern haben wir natürlich auch keine genaue Kostenschätzung vorliegen. Die erste Kostenschätzung des Architekten, der uns beim Kauf begleitet hat, liegt uns vor. Das war ja letztendlich wichtig bei der Beurteilung, ob wir uns das Ganze leisten können.



Unsicher sind wir nun, wie wir diese zeitliche Abfolge in der Finanzierung abbilden. Folgende drei Varianten haben wir identifiziert:



Variante 1: Finanzierung des Gesamtbeitrages (a.B der ersten Grobschätzung)

(+) Zinssicherheit; eine Bank, die erstrangig eingetragen ist

(-) Bereitstellungszinsen; große Gefahr einer Nachfinanzierung



Variante 2: Finanzierung Hauskauf jetzt, Finanzierung Sanierung erst in ca. 3 Monaten nach der Ausschreibungsphase

(+) sichere Kostenschätzung, keine bis wenige Bereitstellungszinsen

(-) Bank, welche bereits den Hauskauf finanziert hat, muss uns nicht zwingend ein attraktives Angebot unterbreiten, da wir in gewisser Form (und wenn nur durch die erstrangige Absicherung) schon an sie gebunden sind; eine zweite Bank, welche die Sanierung finanziert, könnte sich nur zweitrangig eintragen lassen, was mit einem Zinsaufschlag verbunden wäre



Variante 3: Vorfinanzierung über ein Darlehen mit var. Zinssatz (EURIBOR Darlehen), welches nach $489 BGB mit 3-monatiger Frist gekündigt werden kann und dann, sobald wir die Angebote der Handwerker vorliegen haben, durch ein Bankdarlehen (für Kauf und Sanierung) mit langer Zinsbindung abgelöst wird. Hier sollte kein großer Zeitversatz zwischen Abschluss Euribor-Darlehen und dem Abschluss unseres „großen“ Darlehens liegen. Letztendlich lediglich die Zeit, die wir bis zum Abschluss der Ausschreibungsphase benötigen. Wir könnten hier einen großen Teil unseres EKs einbringen, so dass dieses Darlehen nicht sehr groß ausfallen wird. Bspw. die DSL Bank bietet ein derartiges Darlehen ohne Bearbeitungsgebühr an. Die Gefahr, dass die Zinsen exorbitant ansteigen, halten wir in der kurzen Zeit, wo wir das EURIBOR-Darlehen nutzen möchten, für sehr gering. Sollen die Zinsen doch steigen, können wir immer noch (innerhalb eines Monats) wechseln.

(+) Darlehen mit günstigen Zinsen (derzeit 2,17%); Flexibilität; Zeitgewinn zur Entscheidung für einen Architekten und etwas mehr Zeit für die Entwurfsplanung; genaue Kostenschätzung

(-) Notargebühren bei Erfassung der Grundschulden für zwei Banken



Momentan ist unser Favorit die Zwischenfinanzierung mit dem EURIBOR-Darlehen. Wie schätzt Ihr die Varianten ein?



Vielen Dank Euch und Grüße, Andrea





EURIBOR-Darlehen als Zwischenfinanzierung sinnvoll

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