Hallo, in die Runde,
Folgende Situation:
Das bis in den Dachfirst voll ausgebaute Wohngebäude mit sehr flach geneigtem Satteldach hat folgenden Dachaufbau (von außen nach innen):
- Bitumendeckung (Schweißbahnen),
- Dachschalung,
- Vollsparrendämmung Mineralwolle,
- Dampfsperre,
- 2-lagige GK-Beplankung.
Der Dachzwischenraum ist vollkommen unbelüftet. Auch geschlossene Traufe. Nur im Bereich eines Dachaustritts ist über dem Türelement ein Dachkasten.
Dort war an einer Stelle, wo eine Stahlstütze unter der Mittelpfette die Dampfsperre durchdringt, eine feuchte Stelle. Nach Aussage der Bewohner immer im Sommer feucht.
Nach Entfernung des Deckels des Dachkastens konnte man in den Dachzwischenraum schauen. In 2 Sparrenfeldern unmittelbar zur Wand zur Nachbarwohnung war der Dachzwischenraum vollkommem naß mit schon starker Holzschädigung. In den anderen Sparrenfeldern war die Dämmung nur leicht feucht.
Nach teilweisem Rückbau der Beplankung in diesen Sparrenfeldern konnte festgestellt werden, das die Dampfsperre am ungeputzten Wandmauerwerk verklebt war. Das Mauerwerk hatte offene Fugen und auch die Dampfsperre hatte teilweise offene Anschlußfugen.
Ich vermute, daß über die ca. 8 Jahre der bisherigen Nutzung Raumluftfeuchtigkeit über die Anschlußmängel in den Dachzwischenraum gelangt ist, was dort im Winter zu massiver Tauwasserbildung führte. Dieses schlägt sich vor allem an der kalten Schalung und den Sparren nieder. Im Sommer drückt dann der Dampfdruck gegen die Dampfsperre, kondensiert teilweise, so daß das Wasser in der unter der Mittelpfette in einer Falte verlegten Dampfsperre sich sammelte und an einer Leckstelle austrat.
Ein sommerliches Austrocknen des Dachzwischenraums ist wegen der beidseitigen dampfsperrenden Ebenen nicht möglich.
Insgesamt ist das Dach durch die gewählte Konstruktion als kritisch einzuschätzen. Es ist zu vermuten, daß diese stark erhöhte Feuchtigkeit im Dachzwischenraum auch an anderen Stellen vorhanden ist. Ein genereller Umbau zu einer Hinterlüftung scheidet aber aus.
Ich möchte jetzt nur dafür sorgen, daß im Bereich der starken Schädigung in der betreffenden Wohnung ein ordnungsgemäßer Zustand hergestellt wird.
Und jetzt komme ich zum Problem.
Eine Variante wäre, den Bestandszustand wieder herzustellen. Das heißt, den Dachaufbau dort wieder mit einer Dampfsperre mit hohem sd-Wert, aber mit fachgerechten Wandanschlüssen wieder herzustellen.
Die andere Möglichkeit wäre, eine feuchtevariable Dampfbremse einzubauen. Um es nicht weiter erklären zu müssen, verweise ich auf folgende Links:
http://ift.tt/1r3nOyo
http://ift.tt/1r3nOyq[/I]
Diese 2. und offensichtlich richtige Variante würde jetzt aber nur in einem kleinem Teilbereich ausgeführt werden. Sollte man es trotzdem machen, oder lieber bei Variante 1 bleiben.
Wie ist die Meinung des sachkundigen Forums?
Folgende Situation:
Das bis in den Dachfirst voll ausgebaute Wohngebäude mit sehr flach geneigtem Satteldach hat folgenden Dachaufbau (von außen nach innen):
- Bitumendeckung (Schweißbahnen),
- Dachschalung,
- Vollsparrendämmung Mineralwolle,
- Dampfsperre,
- 2-lagige GK-Beplankung.
Der Dachzwischenraum ist vollkommen unbelüftet. Auch geschlossene Traufe. Nur im Bereich eines Dachaustritts ist über dem Türelement ein Dachkasten.
Dort war an einer Stelle, wo eine Stahlstütze unter der Mittelpfette die Dampfsperre durchdringt, eine feuchte Stelle. Nach Aussage der Bewohner immer im Sommer feucht.
Nach Entfernung des Deckels des Dachkastens konnte man in den Dachzwischenraum schauen. In 2 Sparrenfeldern unmittelbar zur Wand zur Nachbarwohnung war der Dachzwischenraum vollkommem naß mit schon starker Holzschädigung. In den anderen Sparrenfeldern war die Dämmung nur leicht feucht.
Nach teilweisem Rückbau der Beplankung in diesen Sparrenfeldern konnte festgestellt werden, das die Dampfsperre am ungeputzten Wandmauerwerk verklebt war. Das Mauerwerk hatte offene Fugen und auch die Dampfsperre hatte teilweise offene Anschlußfugen.
Ich vermute, daß über die ca. 8 Jahre der bisherigen Nutzung Raumluftfeuchtigkeit über die Anschlußmängel in den Dachzwischenraum gelangt ist, was dort im Winter zu massiver Tauwasserbildung führte. Dieses schlägt sich vor allem an der kalten Schalung und den Sparren nieder. Im Sommer drückt dann der Dampfdruck gegen die Dampfsperre, kondensiert teilweise, so daß das Wasser in der unter der Mittelpfette in einer Falte verlegten Dampfsperre sich sammelte und an einer Leckstelle austrat.
Ein sommerliches Austrocknen des Dachzwischenraums ist wegen der beidseitigen dampfsperrenden Ebenen nicht möglich.
Insgesamt ist das Dach durch die gewählte Konstruktion als kritisch einzuschätzen. Es ist zu vermuten, daß diese stark erhöhte Feuchtigkeit im Dachzwischenraum auch an anderen Stellen vorhanden ist. Ein genereller Umbau zu einer Hinterlüftung scheidet aber aus.
Ich möchte jetzt nur dafür sorgen, daß im Bereich der starken Schädigung in der betreffenden Wohnung ein ordnungsgemäßer Zustand hergestellt wird.
Und jetzt komme ich zum Problem.
Eine Variante wäre, den Bestandszustand wieder herzustellen. Das heißt, den Dachaufbau dort wieder mit einer Dampfsperre mit hohem sd-Wert, aber mit fachgerechten Wandanschlüssen wieder herzustellen.
Die andere Möglichkeit wäre, eine feuchtevariable Dampfbremse einzubauen. Um es nicht weiter erklären zu müssen, verweise ich auf folgende Links:
http://ift.tt/1r3nOyo
http://ift.tt/1r3nOyq[/I]
Diese 2. und offensichtlich richtige Variante würde jetzt aber nur in einem kleinem Teilbereich ausgeführt werden. Sollte man es trotzdem machen, oder lieber bei Variante 1 bleiben.
Wie ist die Meinung des sachkundigen Forums?
Unbelüftetes Dach
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