jeudi 16 octobre 2014

altes dach und dämmung erneuern

Hallo Experten,



ich habe folgendes Problem: vor 2,5 Jahren haben wir ein Reiheneckhaus (Baujahr 1965) gekauft. Der Dachboden wurde vom Vorbesitzer vermutlich in den 80er oder 90er ausgebaut u. gedämmt - leider nicht fachgerecht.

Inzwischen ist das Dach auch undicht (2 Wasserschäden im OG und auch im UG+Keller am Kamin!) u. soll erneuert werden.

Der 1. Dachdecker meinte, wir sollten den alten Ausbau drin lassen und das neue Dach mit einer Aufsparrendämmung versehen. Und auch etwas Schimmel an den Sparren wäre nicht so schlimm. Nun ja, ...



Allerdings haben wir inzwischen einen Teil der Innerverkleidung aus Holz (Rauhspund) entfernt und zum einen beschädigte u. gammelige Dämmung aus Mineralwolle sowie einige schimmelige Sparren u. Kehlbalken entdeckt.

Insofern kein Wunder, es sich bei der alten Dämmung um Alukaschierte Mineralwolle (10cm dick bei 16cm Sparren) handelt, die nur an die Sparren getackert wurde. Der äußerste Sparren war dadurch nur halb bedeckt. In die Lücke zwischen diesem Sparren und der Giebelwand wurde einfach die restliche Mineralwolle gestopft.

Dahinter befinden sich teilweise auch noch Gipskartonplatten. Von Luftdichtheit kann hier keine Rede sein. Entspr. Feuchtschäden sind an den Sparren sichtbar, teilweise auch Schimmel.

Ich vermute, dass auch die Dämmung teilweise feucht ist, sie ist zumindest dunkel verfärbt. Und Mäuse müssen auch mal drin gewütet haben. Zudem ist die alte Dachpappe teilweise feucht und auch beschädigt.



Der Dachaufbau ist wie folgt: (Sparrendach mit Kehlbalken, Neigung max. 25°)

- Dachbetonsteine Finkenberger Pfanne (ca. 50 Jahre alt) mit Lüftungssteine (Gitter allesamt defekt)

- Lattung

- Dachpappe

- 16er Sparren mit Zwischensparrendämmung aus 10cm alukaschierter Mineralwolle

- Innerverkleidung aus Holz

- an beiden Giebelseiten Kaminzüge (nur an der Ostseite benutzt)



Die Giebelwände sind verputzt u. mit Gipskartonplatten beklebt, auch der benutzte Kamin. Diese Platten sind feucht u. schimmelig (auch mit Holz verkleidet gewesen).

Außerdem zwei Veluxfenster, die aber auch nicht luftdicht angeschlossen sind, aber hier bisher keine Schäden erkennbar.



Für uns ist klar, der alte Mist muss raus.

Wir wollen deshalb auf jeden Fall ein 2. Angebot von einem anderen Dachdecker einholen.



Außerdem denke ich darüber nach, einen Bausachverständigen einzuschalten. Macht das Sinn?



Dann stellt sich natütlich die Frage, wie die alte Dämmung entsorgen? Stammt mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit aus der Zeit vor 2000 u. ist entspr. Sondermüll wegen möglicher krebserregener Fasern. Fachfirma (z.B. der Dachdecker) oder mit entspr. Schutzausrüstung selber machen??? Wahrscheinlicher besser machen lassen, um kein Gesundheitsrisiko einzugehen.



Aufsparrendämmung (Material?) schön und gut, aber wie werden die Anschlüsse (Traufe, Giebelwand u. Kamin) fachgerecht erstellt. Dazu habe ich bisher nichts gefunden und habe auch noch keine Info vom Dachdecker diesbezüglich.

Oder doch besser eine Zwischensparrendämmung? Oder geht auch eine Kombination von beidem? Untersparrendämmung nimmt wegen geringer Dachneigung zu viel Platz weg.

Der Rest des Hauses (Stahlbetondecken und Mauerwerk aus Hochlochziegeln) ist nicht gedämmt und soll auch nicht.

Evtl.sollen die Giebewände eine Außendämmung (z.b. 10cm Mineralwolle o.ä. mit Hinterlüftung + Schlagregenschutz aus Schiefer, auf jeden Fall kein Styropor!) bekommen, wobei die Frage ist wie weit runter ziehen.

Da gibt es einerseits rechtliche und andererseits bautechnische Hindernisse.



Ich hätte nicht gedacht, dass die Sanierung unseres Dachbodens (ist auch beheizt u. soll weiterhin als Wohnraum genutzt werden) soll viele Probleme aufwirft. Im Nachhinein bin ich mir nicht mehr sicher, ob wir das Haus hätten kaufen sollen.

Ich bin gespannt auf Eure Antworten.

Fotos werde ich noch hochladen.



Grüße

Wasserfrau





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