mardi 21 avril 2015

Schlechte Verdichtung Hinterfüllbereich / Wie mit Nachbesserungsversuchen umgehen

Folgendes Thema beschäftigt uns aktuell:

Im Nov. letzten Jahres wurde unser Haus (mit Keller) fertiggestellt, Spritzschutz daraufhin durch uns beauftragt und durch externen Erdbauer erstellt. Der Boden besteht ausschließlich aus Lehm.

Nach der Fertigstellung zeigten sich bald erste Setzungsserscheinungen im Hinterfüllbereich des Hauses und die Borde sackten an einigen Stelle ca. 3-4cm ab (an den Lichtschächten als ursprüngliches Höhenmaß gut zu erkennen). Betonrückenstücken sind an mehren Stellen gebrochen, bei den Lichtschächten ist die Erde teils bis zu 15cm tief abgesackt und die Borde stehen in der Luft.
Die Borde machen nun eine Berg- und Talbahn quasi um das ganze Haus herum.

Unser damaliger SV empfahl die Mängelanzeige. Setzungen im Zentimeterbereich müssen nicht akzeptiert werden.
Die Mängelanzeige wurde vom GÜ zunächst mit einem "es wurde ordnungsgemäß verdichtet, ist bei Lehm (leider) so, die Erscheinungen sind normal" beantwortet (etwas umfrangreicher als A4 Seite geschrieben natürlich).

Dem Widersprach der SV und die nächste Stufe war das Einschalten eines Bodengutachters zur Sondierung und Prüfung der Verdichtung. Angesichts der zu erwartenden Ergebnisse (und unserer Androhung der Kostenumlage, sollten die Mängel erwiesen werden) entschied sich der Erdbauer des GÜ dann doch für seinen eigenen Bodengutachter kurz vor unserer Beauftragung. Wir ließen ihn dann gewähren.

Im gemeinsamen Vor-Ort-Termin im Februar wurde mit Künzelstab die Verdichtung geprüft. Bis 1,50m Tiefe (4 Messpunkte rund um das Haus) reichten im Durchschnitt ein bis drei, selten vier oder fünf Schläge je 10cm um in die Tiefe zu kommen. Erst danach stellte sich "Normalität" mit ca. 10-13 Schlägen je 10cm ein.

Daraufhin wurde die Mängelbeseitigung zugesagt, wir haben die weitere Gartenplanung ausgesetzt.
Die Borde sind zu Gartenseite z.B. noch nicht mit Erde angefüllt, das ganze umliegende Terrain noch nicht modelliert - so dass der Abriss des Spritzschutz hinreißend einfach ist.

Heute nun stehen endlich die Erdbauer des GÜ vor der Tür.

Deren Auftrag ist nun: Borde/Spritzschutz abreissen, Lehm aufschütten/verdichten, Spritzschutz neu herstellen.
In die Tiefe zum Nachverdichten geht es allerdings nicht (das war durch die vorhergehenden Gespräche irgendwie unsere Erwartungshaltung).

Das ganze fühlt sich für uns wie "Prinzip Hoffnung" an, allerdings können wir schlecht beurteilen, wie wahrscheinlich weitere Setzungen sind. Formal einmischen in den Mängelbeseitungsversuch dürfen wir uns ja auch nicht.

Auch wenn die Situation sicherlich individuell ist: gibt es von den Experten hier Erfahrungswerte zum Setzungsverhalten:
- das Auffüllen des Kellers ist nun quasi ein 3/4 Jahr her. Diverse Wettereinflüsse haben nun auf den Boden gewirkt, wobei der Winter aber nur relativ mild war. Lohnt sich die Hoffnung, dass die wesentlichen Setzungen tatsächlich schon stattgefunden haben?
- Oder sollte ich mir die Hoffnung gleich abschminken und verstärkt darauf drängen, dass hier nicht nur Kosmetik betrieben wird sondern tatsächlich der Hinterfüllbereich auch in der Tiefe noch einmal angegangen wird?

Oder tatsächlich alles geschehen lassen müssen und wenn es in einem Jahr erneute Setzungen da sind den ganzen Garten ums Haus nochmal aufbuddeln lassen :( ?


Schlechte Verdichtung Hinterfüllbereich / Wie mit Nachbesserungsversuchen umgehen

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