Hallo zusammen,
ich bin Wohnungseigentümer in einem MFH mit 16 Einheiten. Das Haus, BJ 2014, wird über eine Pelletheizung mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Ich glaube, der Kessel heißt Herz pelletstar 60. Für die Wärmeverteilung werden Wandheizkörper verwendet. Der HK im Wohnbereich ist raumhoch, ich glaube, die Heizflächen sind großzügig geplant.
Kurz nach Übergabe meiner Wohnung habe ich bemerkt, dass die Heizkörper eher nur handwarm werden. Sehr gut!, dachte ich, denn niedrige Vorlauf-Temperaturen bedeuten höhere Effizienz der Heizanlage. Dass das Gesamtsystem eher träge ist und es somit nicht sinnvoll ist, bei jeder Anwesenheit die Heizung abzudrehen, sondern ab besten durchzuheizen, war mir vollkommen klar.
Leider gab es schon nach einigen Wochen später die ersten Beschwerden von Miteigentümern. Die meisten kennen es eben so, dass die Heizung mit Thermostatstellung auf 3 oder 4 ordentlich Dampf macht, im Null-komma-Nichts den Raum hochheizt und wollen das wieder so haben. Erschwerend kommt hinzu, dass im Dachgeschoss sehr wahrscheinlich Mängel in der luftdichten Hülle vorliegen (anderes Thema wird aber verfolgt), somit ungeplante Wärmeverluste, wodurch dort die Räume nicht ausreichend warm wurden.
Daraufhin hatte der Bauträger dann eine Änderung der Heizkurve veranlasst. Seitdem ist die Heizung so einstellt, dass
1) bei plus 8 Grad außen eine Vorlauftemperatur von sage und schreibe 79 Grad bei mir in der Wohnung ankommt!! (Abgelesen am geeichten Wärmemengenzähler in meiner Wohnung)
2) eine Kausalität Je niedriger die Außentemperatur, desto höher die VL-Temperatur nicht mehr erkennbar ist. Ich führe das darauf zurück, die die Heizkurve dermaßen überzogen eingestellt ist, dass die angeforderte Soll-Temperatur regelmäßig nicht erreicht werden kann, weil der Kessel hierfür ganz einfach nicht ausgelegt und dimensioniert ist. Änderungen in der aktuellen VL-Temperatur (immer im Bereich von 66 79 Grad bei außen -5 bis +8 Grad!) ergeben sich wahrscheinlich eher zufällig je nach aktueller Heizlast (Tageszeit, ). Der Kessel arbeitet wahrscheinlich andauernd auf Anschlag.
Nun war wir schon klar, dass sich ein solcher Betrieb sich auf den Wirkungsgrad der Anlage auswirken wird. Nun haben wir (leider erst jetzt) die erste Abrechnung (für 2015) bekommen. Das Ergebnis ist aber noch viel schlimmer als ich es erwartet hätte:
1) Die erzeugte Gesamtenergie betrugt im Zeitraum ca. 127.000 kWh, davon ca. 20.000 kWh für Warmwasser. Bleiben 107.000 kWh, die in das Heizsystem eingeleitet worden sind.
2) Die Summe der Wärmemengenzähler in den 16 Wohneinheiten betrug ca. 50.500 kWh. Dies ist im Abrechnungssinne erstmal für die Berechnung des Verteilschlüssels wichtig. Aber weil es geeichte Zähler mit Dimension (kWh) sind, kann man hier wunderbar einen Anlagenwirkungsgrad berechnen.
und der beträgt somit desaströse 47 %! Dabei sind feuerungstechnische Wirkverluste und die Verluste auf den Strecken Wärmemengenzähler bis Heizkörper naturgemäß noch gar nicht mit drin!
Ich habe gelesen, dass bei einer modernen Pelletheizung ein Anlagenwirkungsgrad von 85-95 % erwartet werden kann. Somit liegen wir um ein Faktor bis zu 2 darüber.
Nun meine Frage: Natürlich ist klar, dass die Heizkurve katastrophal eingestellt ist. Aber kann der Effekt hierdurch tatsächlich so groß sein, dass sich der Wirkungsgrad quasi halbiert? Oder könnte es theoretisch weitere Störverluste in dieser Größenordnung geben, an die ich noch nicht gedacht habe? Oder habe ich vielleicht generell eine Denkfehler in meiner Überlegung?
Vielen Dank und viele Grüße
ich bin Wohnungseigentümer in einem MFH mit 16 Einheiten. Das Haus, BJ 2014, wird über eine Pelletheizung mit Heizwärme und Warmwasser versorgt. Ich glaube, der Kessel heißt Herz pelletstar 60. Für die Wärmeverteilung werden Wandheizkörper verwendet. Der HK im Wohnbereich ist raumhoch, ich glaube, die Heizflächen sind großzügig geplant.
Kurz nach Übergabe meiner Wohnung habe ich bemerkt, dass die Heizkörper eher nur handwarm werden. Sehr gut!, dachte ich, denn niedrige Vorlauf-Temperaturen bedeuten höhere Effizienz der Heizanlage. Dass das Gesamtsystem eher träge ist und es somit nicht sinnvoll ist, bei jeder Anwesenheit die Heizung abzudrehen, sondern ab besten durchzuheizen, war mir vollkommen klar.
Leider gab es schon nach einigen Wochen später die ersten Beschwerden von Miteigentümern. Die meisten kennen es eben so, dass die Heizung mit Thermostatstellung auf 3 oder 4 ordentlich Dampf macht, im Null-komma-Nichts den Raum hochheizt und wollen das wieder so haben. Erschwerend kommt hinzu, dass im Dachgeschoss sehr wahrscheinlich Mängel in der luftdichten Hülle vorliegen (anderes Thema wird aber verfolgt), somit ungeplante Wärmeverluste, wodurch dort die Räume nicht ausreichend warm wurden.
Daraufhin hatte der Bauträger dann eine Änderung der Heizkurve veranlasst. Seitdem ist die Heizung so einstellt, dass
1) bei plus 8 Grad außen eine Vorlauftemperatur von sage und schreibe 79 Grad bei mir in der Wohnung ankommt!! (Abgelesen am geeichten Wärmemengenzähler in meiner Wohnung)
2) eine Kausalität Je niedriger die Außentemperatur, desto höher die VL-Temperatur nicht mehr erkennbar ist. Ich führe das darauf zurück, die die Heizkurve dermaßen überzogen eingestellt ist, dass die angeforderte Soll-Temperatur regelmäßig nicht erreicht werden kann, weil der Kessel hierfür ganz einfach nicht ausgelegt und dimensioniert ist. Änderungen in der aktuellen VL-Temperatur (immer im Bereich von 66 79 Grad bei außen -5 bis +8 Grad!) ergeben sich wahrscheinlich eher zufällig je nach aktueller Heizlast (Tageszeit, ). Der Kessel arbeitet wahrscheinlich andauernd auf Anschlag.
Nun war wir schon klar, dass sich ein solcher Betrieb sich auf den Wirkungsgrad der Anlage auswirken wird. Nun haben wir (leider erst jetzt) die erste Abrechnung (für 2015) bekommen. Das Ergebnis ist aber noch viel schlimmer als ich es erwartet hätte:
1) Die erzeugte Gesamtenergie betrugt im Zeitraum ca. 127.000 kWh, davon ca. 20.000 kWh für Warmwasser. Bleiben 107.000 kWh, die in das Heizsystem eingeleitet worden sind.
2) Die Summe der Wärmemengenzähler in den 16 Wohneinheiten betrug ca. 50.500 kWh. Dies ist im Abrechnungssinne erstmal für die Berechnung des Verteilschlüssels wichtig. Aber weil es geeichte Zähler mit Dimension (kWh) sind, kann man hier wunderbar einen Anlagenwirkungsgrad berechnen.
und der beträgt somit desaströse 47 %! Dabei sind feuerungstechnische Wirkverluste und die Verluste auf den Strecken Wärmemengenzähler bis Heizkörper naturgemäß noch gar nicht mit drin!
Ich habe gelesen, dass bei einer modernen Pelletheizung ein Anlagenwirkungsgrad von 85-95 % erwartet werden kann. Somit liegen wir um ein Faktor bis zu 2 darüber.
Nun meine Frage: Natürlich ist klar, dass die Heizkurve katastrophal eingestellt ist. Aber kann der Effekt hierdurch tatsächlich so groß sein, dass sich der Wirkungsgrad quasi halbiert? Oder könnte es theoretisch weitere Störverluste in dieser Größenordnung geben, an die ich noch nicht gedacht habe? Oder habe ich vielleicht generell eine Denkfehler in meiner Überlegung?
Vielen Dank und viele Grüße
MFH mit Pelltkessel, VL-Temperatur viel zu hoch --> katastrophaler Wirkungsgrad
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