jeudi 13 août 2015

Wasserschaden im Bad

Guten Tag in die Runde.

Ich hoffe hier ein paar Argumentationshilfen zu bekommen, um nicht von meiner Versicherung über den Tisch gezogen zu werden.

Mein Fall:

Vor knapp 7 Monaten haben sich bei uns im Badezimmer die Fugen der Bodenfliesen aufgelöst bzw. sie fingen an herauszubröseln. In den folgenden Monaten hat sich das Problem dann verstärkt, bis hin zu einzelnen wackelnden Fliesen.

Da wir das Haus (BJ 2003) erst vor knapp 3 Jahren gekauft haben, haben wir zunächst an fehlerhaft verlegte Fliesen oder schlechte Vorarbeiten gedacht. Zunächst wollten wir die einzelnen Fliesen reparieren lassen, leider oder zum Glück hat der Handwerker jedoch wochenlang keinen Termin frei gehabt. Ein Bekannter (Fliesenleger) hat sich dann den Boden angeschaut und uns zu einer Neuverfliesung geraten, da wir a) zu wenig von den alten Fliesen auf Vorrat haben und b) das Problem dann womöglich in 1 - 2 Jahren an anderer Stelle erneut auftritt. Zu diesem Zeitpunkt waren so ca. 3 Fliesen leicht locker und bei 7-8 Fliesen hat sich die Verfugung gelöst.

Gut. Wir also das Material besorgt und mit dem Abschlagen der Bodenfliesen begonnen. Dabei haben wir dann recht schnell festgestellt, dass es unter den Fliesen rund um die Duschtasse herum feucht ist (deckungsgleich mit den lockeren Fliesen/Fugen). :-(

Also Versicherung eingeschaltet, Leckortung durchgeführt, Trocknungsfirma beauftragt etc.

Durch eine mit Silikon abgedichtete Fuge in der Duschkabine ist Wasser ausgetreten, unter die Duschwanne gelaufen und hat sich in den Raum hinein verteilt. Die Versicherung hat uns dann mitgeteilt, dass es aufgrund des Schadensbildes/Gutachtens ein versicherter Schaden ist, aber die ganzen Fliesenarbeiten + Materialkosten nicht übernommen werden. Sprich: Nur Trocknung und Leckortung - den Rest bezahlen wir.

Laut Bausanierer hätte man im Falle eines Wasserschadens ja nur einzelne Fliesen für Bohrungen abnehmen müssen und einem modernen PCI Fliesenkleber/Mörtel macht Wasser nichts aus. Die Fliesen müssten sich also aus anderen Gründen gelöst haben.

Meine Argumentation geht dahin, dass a) man nicht weiß, welcher Kleber im Jahr 2003 verwendet wurde und b) ohne die Abnahme der Fliesen der Wasserschaden ja nicht entdeckt worden wäre. Notfalls würde ich das ganze per Gutachter über die Rechtsschutzversicherung (gleiche Versicherung) klären lassen.

Nun soll erneut ein Gutachter kommen, der die ganze Sache anschauen soll (wobei: Was will er sich anschauen, wir haben die Fliesen und die Dusche auch auf Anraten des Bausanierers hin entfernt). Da mich das Ganze beschäftigt, habe ich mich nun etwas in die Materie eingelesen.

Laut Baubeschreibung wurde im ganzen Haus damals schwimmender Anhydritestrich verbaut (auch im Badezimmer). Die Wände der Duschkabine sowie der Boden unter der Duschtasse wurden mit einer Anstreichdichtung abgedichtet. Weitere Dichtungsbänder etc. wurden jedoch nicht verwendet.

Teilweise ist Wasser durch die Dichtung unter der Duschwanne durchgegangen, dort hat sich an einigen Stellen der Estrich bis auf 1,5 bis 2 Zentimeter Tiefe quasi in seine Bestandteile aufgelöst. Dieser Bereich ist jedoch recht klein (30 bis 35 Zentimeter lang und zwischen 5 bis 10 Zentimeter breit), wird nicht groß belastet und kann wohl ausgebessert werden. Der restliche Estrich ist nicht angegriffen und auch gut abgetrocknet.

Zu meinem Problem:

Das Wasser ist ja entlang der Fugen weiter in den Raum hinein gezogen. Weiterhin ließen sich die Fliesen im feuchten Bereich auch recht einfach vom Boden lösen. Da das Wasser über einen längeren Zeitraum auf den Boden eingewirkt hat, sollte sich doch der Untergrund aufgrund des hohen Gipsanteils im Anhydritestrich verändert haben. Nicht aufgelöst wie unter der Duschwanne, wohl aber ggfl. aufgequollen o.ä.

Ist es nicht wahrscheinlich, dass eine oberflächliche Veränderung des Estrichs stattgefunden hat und sich dadurch die Fliesen und Fugen verabschiedet haben? Aus meiner Warte heraus ist es halt mehr als auffällig, dass die lockeren Fliesen sich exakt mit dem feuchten Bereich decken. Das kann doch kein Zufall sein?

Wie gesagt, die Versicherung sieht es aufgrund der lapidaren Aussage des Bausanierers anders, was mich echt verärgert. Mein Fliesenleger und ein Arbeitskollege (Bauingenieur) sagen wiederum, dass die Feuchtigkeit sehr wohl für den Schaden verantwortlich sein könnte.

Was sagt ihr dazu? Habt ihr eine guten Rat oder eine Argumentationshilfe? Oder liege ich tatsächlich neben der Spur?


Wasserschaden im Bad

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