mardi 14 juillet 2015

KWL ja - WRG nein - Begründung im Text!

Lange Zeit war ich doch sehr pro KWL, habe meine Meinung aber jetzt wieder revidiert. Zunächst mal grundsätzliche Überlegungen:

- Heutige Häuser werden so dicht gebaut, dass eine zusätzliche Zwangslüftung notwendig ist, da sonst mehrmals täglich Sommer wie Winter stoßgelüftet werden muss
- Ob diese Lüftung manuell oder automatisch erfolgt, ist eine Komfort-Frage
- Ob diese Lüftung mit oder ohne WRG erfolgt, ist eine Frage der Wirtschaftlichkeit

In die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung muss man aber so oder so die Reinigungskosten einbeziehen. Diese wurden mir von einem seriösen Anbieter, welche nur mit KWL verkauft, auf 700 EUR beziffert, wobei der Verkäufer eine Reinigung mindestens alle 5 Jahre für sinnvoll erachtet. Im Musterhaus selbst wurde die erste Reinigung aber bereits nach 2 Jahren gemacht und dies aufgrund einer Keim-Messung, welche eben Keime in der Zuluft nachgewiesen hat, welche oberhalb der Grenzwerte waren (ich kenne die Grenzwerte nicht, aber wenn der Verkäufer mir sagt, dass die Reinigung nach 2 Jahren notwendig war, dann glaube ich ihm das mal - die Firma verkauft nicht ein Haus ohne KWL).

Je nachdem ob ich die 700 EUR nun auf 5 Jahre oder auf 2 Jahre aufteile, komme ich auf jährliche Kosten von 140 - 350 EUR für die Wartung.

Die Anlage selbst verbraucht elektrische Energie. Etwa 250-400 kWh_el pro Jahr. 63 bis 100 EUR pro Jahr.

Die KWL an sich ist ein technisches Gerät, ich gehe mal von 15 Jahren Nutzungsdauer aus. Ausbau und Entsorgung der alten Anlage, Neues Gerät, Inbetriebnahme beziffere ich jetzt mal mit 5.000 EUR. Das macht auf das Jahr gerechnet 333 EUR Abschreibung. Wenn die KWL 20 Jahre halten soll und Entsorgung, Neues Gerät und Inbetriebnahme nur 4.000 EUR kosten, dann rechnen wir uns das schön auf 200 EUR.

Neue Filter, Wartung, Kleinreparaturen einfach mal pauschal 100 EUR

gesamte jährliche Kosten im besten Fall: 140 + 63 + 200 + 100 = 503 EUR
gesamte jährliche Kosten im Wort Case: 350 + 100 + 333 + 100 = 883 EUR

Der Einsparungseffekt wird grob mit ca. 2.000 kWh_therm bis über 3.000 kWh_therm beziffert. 2.000 kWh_therm ergeben 2.000 kWh Gas zu 5,5 Cent oder 400-500 kWh_el zu 20 Cent (WP-Tarif) oder 25 Cent (Hausstrom). Man landet bei 110 EUR (Gas), 125 EUR (Luft-WP mit Hausstrom) bzw. 80 EUR (Sole-WP mit WP-Strom).

Bei 3.500 EUR landet man entsprechend bei 193 EUR (Gas), 219 EUR (Worst-Case-WP) oder 140 (Best-Case-WP).

Wenn man jetzt Best-Case-KWL mit Worst-Case-WP verrechnet, dann kommt man auf 503 EUR - 219 EUR = 284 EUR. Anders herum sind es 883 EUR - 140 EUR = 743 EUR.

Wie man es dreht und wendet, die KWL mit WRG kann nicht mal die laufenden Kosten einsparen. Daher meiner Meinung das beste System mit welchem man sich vor allem nie hygienische Probleme in das Haus holt: Abluftmodule in Feuchträumen kombiniert mit Fensterfalzlüftung oder Außenwandluftdurchlass. Dezentrale KWLs mit WRG haben zumindest keine horrenden Reinigungskosten, aber zumindest würden auch diese System den Aufpreis für die WRG nie wieder einspielen. Zudem muss man diese Geräte auch in Schlaf- und Aufenthaltsräumen platzieren und das ergibt Geräusche. Reine Abluftanlagen ohne WRG sind in Räumen, wo leise Geräusche nicht stören (Küche, WC, HWR, Bad), lassen sich auch mal stundenweise deaktivieren (Bad). Fensterfalze arbeiten heutzutage zugfrei und verringen den Schallschutz um 1 bis 2 db. Wer in einem ruhigen Wohngebiet wohnt, der interessiert sich dafür sowieso nicht.

Ich freue mich schon auf die Diskussion, aber bitte themenrelevant. Die nutzerunabhängige Zwangslüftung stelle ich nicht in Frage, alleine um die zentrale WRG geht es mir. Die zentrale WRG bedingt das Rohrsystem, welches horrende Reinungskosten hat sowie eine komplexe technische Maschine, welche eine begrenzte Lebensdauer aufweißt und viel kostet (im Gegensatz zu einem 08/15-Abluftmodul ohne WRG). Eine KWL ohne WRG funktioniert ohne das Rohrsystem.


KWL ja - WRG nein - Begründung im Text!

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