mardi 14 juillet 2015

Gründung bei Hanglage mit unterschiedlichen Böden

Hallo zusammen,

wir bauen mit einem WU-Stahlbeton-Keller (8x10m) und stehen vor der Entscheidung mit welcher Fundamentart gegründet wird.

Unser Grundstück hat eine mittlere Hanglage von 20 % und ist talseitig abfallend. Der Untergrund im Bereich des des Baufensters ist mehrschichtig aufgebaut. Laut Bodengrundgutachten liegt im bergischen Bereich für den geplanten Aushub ausreichend tragfähiger Boden nach Bodenaustausch von ca. 0,5m vor. Richtung Talseite ist aber erst mit tragfähigem Boden bis zu 3m (in etwa dort 1,0 m unter geplanten Gelände) unter der geplanten Bodenplatte zu rechnen. Der Bodengrundgutachter empfhielt zur Gründung daher ein Streifenfundament, welches stufenweise bis in die tragfähigen Schichten reicht.

Mit einem Bodenaustausch von abtreppend/stufenweise 1,0m - 3,0m (1,0m, 2,0m, 3,0m) von Bergseite zur Talseite wäre lt. Bodengrundgutachter statt Streifenfundamenten, auch eine Bodenplatte mit erhöhter Bewährung möglich. Die eingebrachten Kies und Schotterschichten, die wieder eine einheitliche Gründungsebene bilden, wären selbstverständlich ordnungsgemäß zu verdichten. Setzungen wären bei dieser Gründung lt. Gutachter bei 1,0cm bis 2cm zu erwarten.

Bei beiden Varianten wird zur Absicherung des Hauses noch vor der Bodenplatte eine Stützwand in Höhe von 1,5m im Erdreich verankert. Der Keller wird als WU-Stahl-Beton-Keller ausgeführt, auch wenn dies lt. Gutachten nicht notwendig ist, wir wollen das so haben.

Welche Gründungsvariante hat bei diesen Gegebenheiten seine Vor- und Nachteile und welche würdet ihr empfehlen? Womit kann man viel falsch machen bzw. geht man mehr Risiken ein? Die Gründung (Erdaushub, inkl. Lastplattendrucktest) wird gutachterlich betreut.

Meine Meinung als Laie ist:

Streifenfundamente bis zum tragfähigen Boden:
+ Starke Verankerung im Hang, niedrige Abrutschgefahr
- Lastabtragung nicht gleichmäßig, nur auf den Banketten
- Aktuell gut doppelt zu teuer in der Ausführung (Beton, Bewehrung, Dämmung der Banketten)

Bodenplatte mit Bodenaustausch:
+ Bereits erhöhte/notwendige Bewehrung der Bodenplatte durch WU-Ausführung erreicht
+ Vollflächige Dämmung unter der Bodenplatte möglich (ohne Mehrdämmung aller Banketten bei Streifenfundament)
+ Gleichmäßige Lastverteilung auf die tragfähigen eingebrachten Schichten
+ Erheblich günstiger als das Streifenfundament
- Höhere Abrutschgefahr, da nur durch Stützwand verankert?
- Gefahr höherer Setzrisse gegenüber Streifenfundament?

Ich freue mich sehr auf eure Meinungen und Ratschläge.

Gruß vom Walter.


Gründung bei Hanglage mit unterschiedlichen Böden

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